Grafik und Kommunikation sollten Nachhaltig sein. In jeder Hinsicht …

Ich bin ein Kind der 80er. Zumindest bin ich in dieser Zeit erwachsen geworden. Mich hat nicht nur die Musik geprägt: In der Schule haben wir Papier und Müll im Wald aufgesammelt. Regelmäßig starben die Fische in den großen deutschen Flüssen. Onkel und Tante in Gelsenkirchen konnten nicht immer die Wäsche nach draußen hängen, weil sie von den Abgasen im Ruhrpott einfach dreckig wurde. Der Regen war sauer und mit Tchernobyl gab es das erste große ökologische Unglück.

Also habe ich mich lange gefragt, ob es mit einem Beruf im Marketing überhaupt möglich ist, nachhaltig zu arbeiten; schließlich ist doch der Konsum das Hauptziel. Inzwischen bin ich sicher, dass wir als „Werber“ mit vielen kleien Schritten dazu beitragen können und müssen. Mir geht es nicht darum, die Welt auf einen Schlag zu verbessern – schließlich will ich auch nicht in eine Höhle einziehen 😉 Doch es sind viele kleine Dinge, die ich berücksichtigen kann. Diese Webseite läuft beispielsweise mit Ökostrom, ich bin fast ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs, drucke kaum Unterlagen aus …

Und auch in der Zusammearbeit mit Kunden versuche ich soweit wie möglich ökologische Aspekte einfließen zu lassen.

Zum Beispiel die Wahl des Papieres oder die Höhe der Auflage. Klar ist es heute meist günstig, gleich eine hohe Stückzahl zu drucken. Aber ist das wirklich notwendig? Wie viel verteilen Sie realistischerweise in einem bestimmten Zeitraum?

Natürlich lockt bei kleinem Budget der günstige Preis aus dem Internet. Aber sollte man nicht zumindest hinterfragen, ob es nicht auch sinnvoll ist, die Arbeitsplätze der regionalen Druckerei zu erhalten? Oder auf einen Betrieb zu setzen, der nach hohen ökologischen Standards produziert?

Müssen wirklich die ganz großen Bilder auf die Homepage oder kann man an den Speicherplatz (und damit den PC Stromverbrauch) noch weiter optimieren?

In dem kleinen Film hat Johannes Kapitza meine Ideen dazu sehr schön fest gehalten.